Neujahr am Polarkreis

Von Oslo zu den Lofoten in 7 Tagen

1. Tag: Zürich - Oslo

Am Sonntag, 28.12.25 geht es endlich los. Wir freuen uns schon seit Wochen auf diese Reise.

05:15 Uhr vibriert der ⏰️. Mit 2 vollbepackten Koffern mit Winterkleidern und -Schuhen treten wir raus in die noch dunklen kühlen Morgenstunden. Das Postauto nimmt uns in Gisikon auf und transportiert uns zum Bahnhof Rotkreuz. Mit dem Inter-Regio fahren wir direkt zum Flughafen Zürich.

Nach der Gepäckabgabe geniessen wir bei Sprüngli ein feines Frühstück. Gestärkt passieren wir den Zoll und zum aufgerufenen Zeitpunkt nehmen wir den Flieger von Helvetic Airways in Beschlag. Bis wieder alle ihre Handgepäcke verstaut haben🙈.

Der Flug war fantastisch. Raus aus dem Nebel über den Wolken.

Bei der Ankunft in Oslo werden wir von unserer Kontiki-Reiseleiterin Sandra empfangen. Mit 16 weiteren Schweizern steigen wir in den Bus.

Zuerst fahren wir zum Holmenkollen. 

So lange die Sonne noch scheint führt uns Sandra zum Vigelandpark. Der einzigartige Vigeland Skulpturenpark ist das Lebenswerk des Bildhauers Gustav Vigeland (1869- 1943), mit mehr als 200 Skulpturen in Bronze, Granit und Schmiedeeisen. Die Anlage beginnt am Fuß des Hügels mit einer Brücke mit 58 Bronzeskulpturen, darunter der „Sinnataggen“ (ein zornig mit dem Fuß stampfendes Kind). Es folgt eine Brunnenanlage mit weiteren Bronzeskulpturen. Über eine Treppenanlage gelangt man dann hinauf zum „Monolitten“, eine 17 Meter hohe Säule aus 121 Figuren aus norwegischem Iddefjord-Granit, die von 36 Figurengruppen umgeben ist. Den Abschluss der Achse markiert am höchsten Punkt der Anlage eine Skulpturengruppe aus Bronze, die den Zirkel des Lebens darstellt.

Nach diesem eindrucksvollen Park werden wir zum Hotel Thon Opero mitten in der Stadt Oslo gefahren. Nachdem Check-in inspizieren wir noch die nähere Umgebung, rund um die Oper. Es ist erst 16:29 Uhr, aber bereits ziemlich dunkel. Im Hintergrund sehen wir die Farben am Horizont während des Sonnenuntergangs.

Im alten Bahnhofsgebäude "Ostbahnehallen" finden wir in weihnachtlicher Atmosphäre einen Apéro, bevor es zum Nachtessen im Hotel geht.

Von der Reiseleitung erhalte ich ein Geburtstagsgeschenk "Norwegische Socken"


2. Tag: in Oslo

Nach dem vielseitigen Frühstück führt uns Sandra durch die Stadt. Sie ist berufeswegen Stadtführein in Oslo. Vorbei an der imposanten Stadtbibliothek und der Oper, zu den schwimmenden Saunas. Von hier hat man einen wunderschönen Blick auf die Oper, das Munch Museum und den Sonnenaufgang. Es ist 10:15 Uhr.

Wir kürzen die Halbinsel ab und queren vom Fjord in Richtung Festung Akershus. Eine tolle Aussicht. In seiner Geschichte wurde Akershus neunmal belagert und kam während des Zweiten Weltkrieges unter deutsche Besatzung. Des Weiteren wurde die Festung als Landesgefängnis gefürchtet. Seit seiner Stilllegung werden die prunkvollen Räume des Schlosses von der norwegischen Regierung zu Repräsentationszwecken genutzt. 

Hinter der Festung geht's direkt zum Hafen runter. Wir nähern uns dem Rathaus, in welchem jährlich am 10. Dezember der Friedensnobelpreis verliehen wird. Das Rathaus besuchen wir später nochmal. Bei der Busstation "National Theater" steigen wir in den Bus Nr. 30. Dieser fährt zur Halbinsel "Bygdoy","wo sich das Fram Museum befindet. Wir tauchen ein in die eisige Welt der Polarforschung. Fram ist das stärkste, aus Holz gebaute Schiff der Welt und ist am weitesten sowohl in den Norden als auch in den Süden vorgedrungen.


Die Fram wurde bei den drei berühmten Polarexpeditionen von Fridtjof Nansen (1893-1896), Otto Sverdrup (1898-1902) und Roald Amundsen (1910-1912) eingesetzt. Die Fram wurde 1892 gebaut und ist im Original mit gut erhaltener Einrichtung und Gegenständen ausgestellt.

Nach dem leckeren Mittagessen fahren wir mit dem Bus zurück in die Stadt. Die restliche Zeit haben wir zur freien Verfügung. Also spazieren wir zum Rathaus. Es ist öffentlich zugänglich ohne Eintrittsgebühren.

Nach diesem eindrücklichen Gebäude spazieren wir dem Hafen Aker Brygge entlang bis zur Tjuvholmen. Seit 1986 wurde das Gebiet zu einer beliebten Gegend mit Geschäften, Restaurants und vielem mehr entwickelt. Die Kombination aus alten ehrwürdigen Werftgebäuden und moderner Architektur geben dieser Gegend heute ihren besonderen Charme.

Nun ist es Zeit für den Apéro. Wir gehen zurück zum National Theater über die Karl Johans Gate, vorbei an den Weihnachtsständen.

In einem Pub trinken wir ein Bier, bevor es dann ins Rest. Atlas zum Nachtessen geht.

Die Zubereitung meiner bestellten Spaghetti ist sehr speziell. In einem Sprinz kratzen sie zuerst Käse ab, dann kommen die vorgekochten Spaghetti dazu. Darüber gibt's dann noch etwas Trüffel. Sehr lecker. 


3. Tag: von Oslo nach Lillehammer

Bereits um 07:30 Uhr besammeln wir uns mit gepackten Koffern  beim Hotel Ausgang. Heute fahren wir mit dem Zug nach Lillehammer. In Lillehammer werden wir von einer Busfahrerin erwartet. Eine Rundfahrt zu den Skipisten in Hafjell zeigt uns, dass hier auch nur Kunstschnee liegt.

Eine grandiose Aussicht bietet die Skisprungschanze "Lysgaardsbakkene". Sie wurde für die Olympiade in Lillehammer 1994 gebaut. Die Anlage besteht aus zwei Sprungschanzen.  Exklusiv für uns, hat Kontiki als Überraschung organisiert, wird der Sessellift für eine Rundfahrt in Bewegung gesetzt. Was für eine grandiose Aussicht zum Sonnenuntergang!!!

Ich war wohl von der Aussicht und dem faszinierenden Sonnenuntergang so überwältigt, dass ich glatt die Führung in Maihaugen vergessen habe.

Das Freilichtmuseum Maihaugen in Lillehammer ist eines der grössten Museen in Norwegen - und sicherlich das erlebnisreichste! Das Museum wurde 1887 von Anders Sandvig gegründet und 1904 auf die Anhöhe Maihaugen (Maihügel) versetzt. In den Ausstellungsräumen im Hauptgebäude von Maihaugen besuchen wir die Ausstellung "Wie das Land unser wurde". Bei einer Wanderung durch Norwegens Geschichte von der Eiszeit bis zum heutigen Tag sehen wir Mäuse, die während des “Schwarzen Todes“ auf den Tischen tanzen, verspüren den Geruch von Stockfisch in der Nase, hören die "Stimme von London" und vieles mehr.

Nach der Sesselbahn-Rundfahrt beziehen wir das Hotelzimmer und dann inspizieren wir das Städtchen Lillehammer.


4. Tag: von Lillehammer nach Trondheim 🚅

Heute geht's um 09:30 Uhr los zum Bahnhof. Die Fahrt dauert ca. 4.5 Std. Unsere Reiseleitung hat ein Lunchpaket im Zug organisiert. Die Sitze sind grosszügig ausgerichtet. Die Fahrt ist für mich sehr kurzweilig. Die Landschaft zieht rasant vorbei. Immer weniger Häuser, dafür mehr Schnee. Über Dombås, das auf 659 Meter über Meer liegt, gehts nsch Trondheim.

In Trondheim werden wir zum Hotel geführt und nach 15 Minuten treffen wir den Guide, der uns Trondheim zeigt. Es ist 15:15 Uhr und es dunkelt ein.

Nach der Führung ziehen wir uns ins Hotel zurück. Denn um 20:00 Uhr gibt's Silvester-Dinner.

Sandra führt uns in einen norwegischen Brauch ein: Vor dem Besuch in einem Restaurant trinkt man zuerst einen Schnaps. So ein typischer Schnaps hat sie mitgebracht "Aquavit".

Danach werden wir im Bistro des Hotels Britania erwartet. Ein schönes Dinner mit einer gemütlich ausgelassener Stimmung.

Das Trondheimer-Feuerwerk und den Jahreswechsel feiern wir auf der alten Brücke, mit vielen anderen Einheimischen und Touristen gemeinsam.

Damit ist das Jahr 2025 Geschichte...